heilpraxisLIFE und gesetzliche Vorgaben

Inserat_Quer_300_hochAktuell geistert bei vielen Softwareherstellern und Praxisinhabern ein Schreckgespenst umher. Das Schreckgespenst trägt den Namen GoBD. Wollte man diese Abkürzung in eine ausgeschriebene, lesbare Form bringen, dann käme man auf die Bezeichnung „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD)“.

Die GoBD ist ein Ungetüm, das die Verarbeitung von steuerrelevanten Daten (Erfassung, Änderung, Löschung, Weiterleitung etc.) reglementiert. Durch die Regulierungswut des BMF (Bundesministerium der Finanzen) leidet zuweilen die Benutzerfreundlichkeit der betroffenen Softwareprodukte. In einigen Foren kann man hierzu folgendes oder ähnliches lesen: Spricht man mit Steuer-Profis, also Steuerberatern, Fachanwälten etc., wird tatsächlich so einiges in den GoBD in seiner Durchführbarkeit angezweifelt. Unter Spezialisten gilt als ausgemacht, dass es in den kommenden Monaten und Jahren einige Gerichtsverfahren zur Auslegung und Rechtmäßigkeit einzelner Regelungen der GoBD geben wird.„. Auf der einen Seite müssen sich Softwarehersteller an gesetzliche Vorgaben halten – auf der anderen Seite muss eine Software gut zu bedienen sein. Fehlerfassungen müssen unkompliziert korrigiert werden können.

Nun ist es so, dass auch heilpraxisLIFE bestimmten Anforderungen genügen muss. Zum Beispiel müssen die Rechnungen ordnungsgemäß erstellt und mit einer fortlaufenden Nummer versehen werden. Es muss klar erkennbar sein, wer der Aussteller, der Rechnungsempfänger und wer der Patient/Klient ist. Außerdem müssen Rechnungen ein Ausstellungsdatum, ein Zahlungsziel, eine Bankverbindung, die Adresse und Steuernummer des Ausstellers, die Leistungen incl. Mengen und Preise und den Zahlungsbetrag enthalten. Auf eine Steuerbefreiung nach §4 oder §19 muss auf einer Rechnung hingewiesen werden.

In den neueren Versionen von heilpraxisLIFE können keine steuerrelevanten Daten mehr gelöscht werden z.B.  Behandlungstermine (nur bis zur Festschreibung), Rechnungen, Kassenbuch-Belege. Im Kalender und im Kassenbuch werden Einträge nach 10 Tagen sogar „festgeschrieben“. Das bedeutet, dass keine Änderungen mehr vorgenommen werden können. Belege können im Kassenbuch dann nur noch storniert werden.

Nicht jede Löschung von Daten dient dem Zweck der Steuerhinterziehung. Häufig geht es einfach nur darum, Testdaten, Doppelerfassungen oder abzuschreibende Rechnungen aus dem Blickfeld verschwinden zu lassen. In heilpraxisLIFE gibt es verschiedene Selektions- und Filterkriterien, um unerwünschte Daten auszublenden.

Grundsätzlich rate ich allen Anwendern dringend von einer Steuerstraftat ab. Alle Geschäftsvorfälle müssen ordnungsgemäß – am besten in elektronischer Form – dokumentiert werden.

Stefan Lackermeier
Heilpraktiker

www.heilpraktikersoftware.de
www.heilpraktikerausbildung.de

(Besuche gesamt: 238, Besuche heute: 1 )
RSS
Facebook
Facebook
Google+
Google+
http://www.konzepte-und-heilkunst.de/heilpraxislife-und-gesetzliche-vorgaben/